RTK vs. Begrenzungskabel

RTK vs. Begrenzungskabel

Beide Ansätze lösen dieselbe Aufgabe: Der Roboter soll wissen, wo dein Rasen aufhört. Sie tun es nur völlig unterschiedlich.

So funktioniert das Begrenzungskabel

Ein Draht wird am Rand der Rasenfläche verlegt – oberirdisch mit Haken oder wenige Zentimeter tief eingegraben. Durch ihn fließt ein schwaches Signal, das der Roboter erkennt. Er fährt meist in Zufallsmustern, bis die Fläche abgedeckt ist. Das ist simpel, günstig und funktioniert auch unter dichten Bäumen, weil kein Satellitenempfang nötig ist.

Die Nachteile: Das Verlegen kostet Zeit, ein Spatenstich oder ein Nagetier können das Kabel beschädigen, und jede Gartenänderung bedeutet Nacharbeit.

So funktioniert RTK

RTK steht für „Real Time Kinematic“. Eine feste Referenzantenne kennt ihre eigene Position exakt und korrigiert laufend die Satellitendaten des Roboters. Dadurch fährt das Gerät nicht mehr zufällig, sondern in geraden, parallelen Bahnen – oft mit wenigen Zentimetern Genauigkeit. Die Rasengrenzen legst du einmalig in der App an, indem du den Roboter abfährst oder die Fläche zeichnest.

Das spart das Kabel komplett und macht Änderungen zur Sache von Minuten. Dafür braucht die Antenne freie Sicht zum Himmel, und in engen, stark beschatteten Gärten kann das Signal abreißen.

Wann lohnt sich kabellos wirklich?

  • Ja, wenn dein Garten offen liegt, du mehrere getrennte Flächen hast, du oft umgestaltest oder du schlicht nicht graben willst.
  • Ja, wenn dir saubere Bahnen und ein nachvollziehbares Mähbild wichtig sind.
  • Eher nein, wenn dein Rasen klein, rechteckig und von hohen Bäumen umgeben ist – dann ist ein Kabelmodell oft günstiger und zuverlässiger.
  • Eher nein, wenn du kein Interesse an App-Bedienung und gelegentlichen Software-Updates hast.

Kurz gesagt

Das Begrenzungskabel ist die robuste, unflexible Lösung. RTK ist die flexible Lösung mit höheren Anforderungen an den Standort und meist höherem Preis. Beides kann richtig sein – es hängt an deinem Garten, nicht am Marketing.